Pflegereform
Stiftung Warentest hat die wichtigsten Vor- und Nachteile des neuen Gesetzes in seiner Ausgabe 07/2008 vorgestellt.- Zum ersten Mal seit 1995 steigen die Leistungen der Pflegeversicherung. Diese Leistungssteigerung ist laut Berechnungen der Zeitschrift mit 0,7 % jährlich eher mager und betrifft hauptsächlich Pflegebedürftige, die sich zu Hause pflegen lassen.
- Zeitgleich steigen die Beiträge von 1,7 % auf 1,95 % des Bruttoeinkommens. Kinderlose zahlen nochmal zusätzlich 0,25 % mehr. Finanztest rechnet vor, dass bei einem Monatsbrutto von 3.600 EUR der höhere Beitragssatz monatlich 9 EUR kostet.
- Die Leistungen für Pflegeheimbewohner wurden kaum verbessert - lediglich die Schwerstpflegebedürftigen erhalten ein paar EUR mehr.
- Für Demenzkranke gibt es deutlich mehr Leistung, bis zu 2.400 EUR jährlich, unabhängig von der Pflegestufe.
- Der letzte Punkt, der hervorgehoben wird, betrifft die Qualität: Künftig wird man früher und schneller seine Leistungen erhalten, hierfür wurden erstmals Fristen eingeführt, an die die Pflegekassen sich halten müssen. Daneben wird es zukünftig einen Anspruch auf Pflegezeit geben, sowie eine schnellere und bessere Beratung durch Pflegestützpunkte, sowie die Pflegekassen.
Warum Sie eine private Krankenversicherung grundsätzlich über einen unabhängigen Vermittler abschließen sollten.