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So hat Stiftung Warentest bewertet

Stiftung Warentest hat in der Ausgabe 12/2007 der Zeitschrift "Finanztest" 35 klassische Riesterrenten (keine Fonds, keine Banksparpläne) getestet.
Für das Finanztest Qualitätsurteil wurden folgende drei Kriterien berücksichtigt:
  • Die Höhe der garantierten Rente ohne prognostizierte Überschüsse (Anteil am Gesamturteil 50 %)
  • Der Anlageerfolg, d. h. wie viel erwirtschaftet der Versicherer mit den Beiträgen des Kunden (Anteil am Gesamturteil 40 %)
  • Die Transparenz der vor Vertragsabschluss ausgehändigten Informationen, d. h. sind z. B. die Versicherungsbedingungen verständlich und kundengerecht formuliert und wird deutlich, wie die Versicherer die Renten berechnen?

Die Angebote der Versicherer wurden anhand von Modellkunden untersucht. Es wurden sowohl männliche als auch weibliche Modellkunden berücksichtigt. Im Jahr 2006 verdienten sie brutto 30.000 Euro. Der Versicherungsbeitrag ist so hoch, wie für die volle Riester Zulage nötig ist, d. h. für das Jahr 2007 3 % und ab dem Jahr 2008 4 % vom Bruttojahresverdienst. Das Rentenbeginnalter liegt für alle Personen bei 65 Jahren.

Höhe der garantierten Rente

Die Modellkunden, für die die Höhe der garantierten Rente ohne Überschüsse betrachtet wurde, waren ledige, kinderlose Kunden (Männer und Frauen, die am 30. Dezember 1967 geboren wurden und im Jahr 2007 einen Riester-Renten-Vertrag beginnen.
Die Modellkunden hatten im Jahr 2006 einen Bruttoverdienst von 30.000 Euro, zahlen also im Jahr 2007 insgesamt 786 Euro in ihren Rentenvertrag ein, wobei 114 Euro aus der staatlichen Zulage kommen.
Ab 2008 steigt der Beitrag auf 1046 Euro jährlich, d. h. auf 4 % des Jahresbruttoverdienstes, wobei die staatliche Zulage ebenfalls auf 154 Euro steigt. Der Beginn der Rentenauszahlung ist der 01.01.2033. Eine Unterscheidung nach Geschlechtern gibt es nicht, da es bei der Riesterrente um Unisextarife handelt. Für die Bewertung wurden nur die Eigenbeiträge (nicht also die staatlichen Zulagen) berücksichtigt.

Transparenz

Über folgende Vertragsdetails sollte der Kunde laut Stiftung Warentest vor Vertragsabschluss unbedingt informiert werden:
  • Welche Rente erhält der Versicherte aus den selbst eingezahlten Beiträgen (mit und ohne Überschüsse)?
  • Welche Rente erhält der Versicherte aus den staatlichen Zulagen (mit und ohne Überschüsse)
  • Werden laufende Überschüsse und Schlussüberschüsse separat ausgewiesen? Laufende Überschüsse werden jährlich zugeteilt und können auch bei einer vorzeitigen Vertragsauflösung nicht mehr entfallen während Schlussüberschüsse dem Vertrag erst am Ende der Laufzeit gutgeschrieben werden und bei vorzeitiger Vertragsauflösung entfallen.
  • Werden die Risiken schwankender Kapitalerträge nachvollziehbar dargestellt? Gibt es z. B. eine Verlaufstabelle in der die Rentenhöhe für verschieden hohe Zinsen dargestellt wird?
  • Stellt der Versicherer eine Verlaufstabelle für jedes Jahr der Laufzeit zur Verfügung? Erhält man einen vollständigen Überblick, wie sich das eingezahlte Guthaben entwickelt? Achtung: Nur die Werte ohne Überschüsse erlauben verlässliche Rückschlüsse für den Todesfall, die Kündigung oder die Übertragung der Ansprüche.
  • Werden nachvollziehbare Angaben zur Beitragssumme und zum Beitragsverlauf gemacht? Kann man deutlich erkennen wie hoch der erste und der letzte Beitrag sind?
  • Enthalten die Unterlagen Informationen über die Vorteile der Riester-Förderung wie z. B. Steuerersparnisse oder Förderquoten?
Anlageerfolg

FINANZtest hat bewertet, wie viel der Versicherer mit dem Kapital des Kunden erwirtschaftet hat und wieviel Ertrag er darauf gutgeschrieben hat. Berücksichtigt wurden hierbei die Anlageerfolge der vergangen drei Jahre.
Auskunft über das Guthaben der Kunden geben verschiedene Werte im Geschäftsbericht des Versicherers:
  • Deckungsrückstellungen
  • Rückstellungen für Beitragsrückerstattung
  • Beitragsüberträge
  • Überschussguthaben
  • Beitragsüberträge

Hotline 0180 10 44 8 33 (3,9c/min aus dem Festnetz der DTAG)